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Ausstellung: 10.04. - 25.09.2022

Mit der Serie Verstärker realisiert Gerold Miller (*1961) seit 2016 freistehende Skulpturen. Diese fest auf dem Boden ruhenden Körper sind auf ihre Höhe, Breite und Tiefe reduziert und visualisieren so die Grundbedingungen von Skulptur: Material, Masse und Dimension. Die charakteristische formale Klarheit öffnet sie der Unendlichkeit des Raums, lotet dessen imaginäre Grenzen aus. Ihre Eindeutigkeit, ihre variierenden Dimensionen und materiellen Beschaffenheiten verleihen den Verstärkern eine ausgeprägte körperliche wie auch sinnliche Präsenz. Die reflektierenden Körper der aus Metall hergestellten Skulpturen lassen überraschende optische Eindrücke entstehen, in denen sich Boden, Decke, gegenüberliegende Wände oder auch Außenräume auf irritierende Weise miteinander verbinden und den Raum  nahezu labyrinthisch neu ordnen. Sie involvieren den zufälligen Betrachter über ihre spiegelnden Oberflächen in diesen Vorgang und lassen ihn dabei für einen flüchtigen Moment zum Akteur werden.

Gerold Miller, dessen Werk Skulptur, Malerei und Architektur umfasst, lebt und arbeitet in Berlin.

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Ausstellung: 10.04. - 25.09.2022

Eigens für die Ausstellung im Mies van der Rohe Haus hat der Düsseldorfer Maler Max Frintrop (*1982) eine Reihe großformatiger Gemälde geschaffen. Diese werden in der Schau kombiniert mit kleineren vom russischen Konstruktivismus inspirierten Reliefs. Lebendiges wird in Abstraktes geführt und umgekehrt. Weiche Pinselstriche beruhen auf einer geometrisch-abstrakten Sprache. Beim Malen geht Frintrop planvoll und sensibel vor, deutet Räume an, wenn er gedachte Linien, Flächen und Tiefen übereinander lagert. Frintrops malerische Geste, aufgetragen auf am Boden liegende Leinwände, ist ein ständiges Spielen mit Schärfe und Unschärfe, lösen sich in ihr doch scheinbar formale Strukturen plötzlich ins Fluide auf. So entfalten die Gemälde eine erstaunliche Tiefenwirkung, ganz so, als könne man durch die Leinwand wie durch ein Fenster hindurchblicken auf eine zwischen Ordnung und Entfesselung oszillierende Welt. Die Ausstellung ist gleichsam eine Hommage an die Architektur des Gebäudes, dessen fließende und sich nach dem Garten hin öffnende Räume.

Von 2003 bis 2009 studierte Max Frintrop Freie Kunst/Malerei an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Albert Oehlen. Frintrop lebt und arbeitet in Düsseldorf.

 

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Eine Veranstaltungsreihe zum Revolutionsdenkmal von 1926

Nächste Veranstaltung: Samstag, 2. Juli 2022, Einlass 17:30 Uhr, Beginn 18 Uhr im Mies van der Rohe Haus

Es sprechen: Magdalena Droste und Christian Welzbacher, Moderation: Ulf Meyer und Wita Noack

Das Revolutionsdenkmal von Ludwig Mies van der Rohe auf dem Zentralfriedhof Berlin-Friedrichsfelde erinnerte an die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. In der Denkmalkultur singulär, ist der künstlerische Entwurf ein Meisterwerk. Nach nur wenigen Jahren wurde das Backsteindenkmal bereits 1935 von den Nationalsozialisten zerstört. Die vielfältigen Fragestellungen, die sich aus dem Wunsch nach einem Wiederaufbau ergeben, sollen im Rahmen der Vortragsreihe kontrovers diskutiert werden; Fragestellungen zu Architektur und Ideologie, auch zu Mies‘ Rolle als Architekt in den ersten Jahren nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten bis zu seiner Emigration in die USA, sowie Fragestellungen zur technischen und ästhetischen, aber auch moralischen Machbarkeit eines Wiederaufbaus. Wiederzugewinnen wäre nicht nur ein Architekturdenkmal, sondern auch ein wichtiges Denkmal deutscher Demokratiegeschichte.

Um vorherige Anmeldung und pünktliches Erscheinen wird gebeten.

Weitere Termine: 09.09. / 14.10. / 11.11.2022 jeweils ab 18 Uhr

Weitere Informationen finden Sie hier. Alle Vorträge und Diskussionen werden live über den YouTube-Kanal des Mies van der Rohe Hauses gestreamt und bleiben anschließend dort abrufbar. 

 

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