
Das Mies van der Rohe Haus widmet dem 2025 verstorbenen konkreten Künstler Horst Bartnig eine Hommage mit Arbeiten aus seinem Nachlass. Bartnig war dem Haus über Jahrzehnte verbunden; bereits 1994 und 2003 zeigte er hier Einzelausstellungen. Die konzentrierte Schau vereint Werke aus sechs Jahrzehnten – von frühen Ansätzen der Abstraktion bis zu späten, systematisch entwickelten Form- und Farbstrukturen der Werkgruppen „Quadratbilder“, „Variationen“ und „Unterbrechungen“. In der Klarheit der Architektur Mies van der Rohes spiegelt sich Bartnigs Idee von Gestaltung als Denkprozess.

Die kommende Führung durch Haus, Garten und Ausstellung findet statt am 1. Februar 2026, 11:30 Uhr.
Eintritt pro Person 5 Euro, bis 16 Jahre frei. Anmeldung: info(at)miesvanderrohehaus.de

Mit dem Kurator und Kunsthistoriker hat das Mies van der Rohe Haus ab heute eine neue Leitung. Aufbauend auf der bisherigen Arbeit möchte Brzek die Institution so profilieren, dass die Besucherinnen und Besucher sie neu entdecken können – als lebendiges Architekturdenkmal, Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst und offenen Treffpunkt für Stadt und Nachbarschaft. Diese verschiedenen Facetten des Ortes möchte der neue Leiter in enger Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern möglich machen.
„Ich freue mich außerordentlich, dass sich Dennis Brzek in einem ausgesprochen starken Bewerberfeld durchgesetzt hat. Mit dieser Berufung gewinnt das Mies van der Rohe Haus eine Leitung aus einer jüngeren Generation von Kulturmanagerinnen und Kulturmanagern, die das außergewöhnliche Potenzial dieses Ortes mit großer Leidenschaft, neuen Blickwinkeln und innovativen Ideen weiterentfalten wird“, so die Leitung des Amts für Weiterbildung und Kultur, Daniela Bell.
Dennis Brzek, geboren 1993, studierte Curatorial Studies (MA) an der Städelschule und der Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie Kunstgeschichte und Philosophie (BA) in Düsseldorf.
Zuletzt war er Kurator für Gegenwartskunst am Albertinum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Dort realisierte er Ausstellungen, u.a. „Wolfgang Tillmans: Weltraum“ (2025), und entwickelte als Leiter der Sammlung ab 2000 Bestandspräsentationen und konzipierte Sammlungserweiterungen. Brzek war Projektleiter der prämierten Ausstellungs- und Forschungsinitiative „Auf Augenhöhe: Das Albertinum neu denken“ (2025–2026), die die Beziehungen zwischen Öffentlichkeit und Sammlung reflektiert, um ein neues Narrativ für das Museum zu entwickeln.
Zuvor war Brzek Kurator bei Fluentum, Berlin, einer 2019 gegründeten privaten Institution mit Schwerpunkt auf zeitbasierte Medien. Er steuerte dazu bei, den programmatischen Fokus von Fluentum auf die Neuproduktion künstlerischer Arbeiten zu legen, und kuratierte Einzel- und Gruppenausstellungen mit Künstlerinnen und Künstlern wie Loretta Fahrenholz, Calla Henkel & Max Pitegoff, Peter Wächtler, Patricia L. Boyd, Richard Sides, Simon Lässig und D’Ette Nogle.
Zudem lehrte er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunstgeschichte der Goethe-Universität.

Mit der erstmals vollständigen Präsentation der Möbel aus Haus Lemke in Berlin zeigt das Kunstgewerbemuseum eine der umfangreichsten original erhaltenen Innenausstattungen aus dem Werk von Ludwig Mies van der Rohe. Die restaurierten Möbel sind bis auf Weiteres als Teil der Dauerausstellung zu sehen.
Weitere Informationen hier.
Die Ausstellung findet statt im
Kunstgewerbemuseum
Staatliche Museen zu Berlin
Matthäikirchplatz
10785 Berlin