Die Ausstellung konzentriert sich auf das Frühwerk des Schweizer Universalkünstlers Max Bill (1908-1994). Sie spannt einen weiten Bogen von den Arbeiten des Künstlers aus seiner Bauhauszeit, über form- und farbstarke Aquarelle aus den Jahren 1932/33, bis hin zu Werken Konkreter Kunst, die seine Ära an der HfG Ulm einläuten.
Zudem findet im Rahmen der Ausstellung der Entwurf Max Bills für eine Wandmalerei mit grossem O aus dem Jahr 1932 erstmals seine Umsetzung an den Wänden des Mies van der Rohe Hauses.
Begleitend erscheint ein Katalog mit einem Text von Angela Thomas sowie eine neu aufgelegte Monografie von Max Bill über Mies van der Rohe, die erstmals 1955 die Il Balcone in italienischer Sprache erschienen ist.
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Das Symposium nimmt Max Bill – Architekt, Gestalter und Theoretiker – zum Ausgangspunkt, um sein Verständnis von Gestaltung als ethisch begründete Verantwortung im Spannungsfeld von Form, Funktion und Nachhaltigkeit neu zu befragen und weiterzudenken. Im Mittelpunkt stehen beispielhafte Lehrmodelle der Architektur- und Designausbildung, die auf die gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen ihrer Zeit reagierten und dabei Impulse setzten, die bis heute nachwirken. Zugleich richtet sich der Blick auf unsere Gegenwart: Was lässt sich aus diesen progressiven Konzepten heute noch gewinnen? Welche Denkmodelle, Haltungen und Methoden sind angesichts aktueller Nachhaltigkeitsdebatten in Architektur und Design anschlussfähig?
Hier geht es zu den Beiträgen:
Dr. Martin Mäntele (HfG-Archiv / Museum Ulm)
Prof. Dr. Chris Dähne (FU Berlin)
Prof. Verena Issel (BTU Cottbus–Senftenberg)
Prof. Dr. Jörg H. Gleiter (TU Berlin) / Prof. Dr. Albert Kirchengast (BTU Cottbus-Senftenberg)

Der renommierte Kunsthistoriker und ehemaliger Leiter der Sammlung der Stiftung Bauhaus Dessau, Wolfgang Thöner, und der ehemalige Chef-Formgestalter der DDR, Prof. Martin Kelm, sprechen über die Rezeption Max Bills im kulturpolitischen Kontext der DDR und analysieren, wie seine Einordnung durch den spezifischen Bauhaus-Diskurs der DDR geprägt war.
Martin Kelm hatte als Leiter des "Amtes für industrielle Formgestaltung" sowie als Lehrer an der Kunsthochschule Giebichenstein großen Einfluss auf die Entwicklung des DDR-Designs. Wolfgang Thöner ist Autor zahlreicher Bücher und Texte zur Bauhausgeschichte und Bauhausrezeption, insbesondere in Ostdeutschland von 1945 bis 1990.
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Videoproduktion © Nicklas Stellhorn & Jan Schulze - Apedivision