Mies und die unvollendete Moderne

Eine Veranstaltungsreihe zum Revolutionsdenkmal von 1926

Das Revolutionsdenkmal von Ludwig Mies van der Rohe auf dem Zentralfriedhof Berlin-Friedrichsfelde erinnerte an die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. In der Denkmalkultur singulär, ist der künstlerische Entwurf ein Meisterwerk. Nach nur wenigen Jahren wurde das Backsteindenkmal bereits 1935 von den Nationalsozialisten zerstört. Die vielfältigen Fragestellungen, die sich aus dem Wunsch nach einem Wiederaufbau ergeben, sollen im Rahmen der Vortragsreihe kontrovers diskutiert werden; Fragestellungen zu Architektur und Ideologie, auch zu Mies‘ Rolle als Architekt in den ersten Jahren nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten bis zu seiner Emigration in die USA. Fragestellungen zur technischen und ästhetischen, aber auch moralischen Machbarkeit eines Wiederaufbaus. Wiederzugewinnen wäre nicht nur ein Architekturdenkmal, sondern auch ein wichtiges Denkmal deutscher Demokratiegeschichte.

Schirmherr der Reihe ist Michael Grunst, Bürgermeister von Berlin-Lichtenberg. Vorträge und Diskussionen unter anderem mit Carsten Krohn, Thomas Lindenberger, Dietrich Neumann, Fritz Neumeyer, Aya Soika. Moderation: Ulf Meyer, Publizist und Architekturkritiker, und Jörn Köppler, Architekt. Die Veranstaltungen werden live über den Youtube-Kanal des Mies van der Rohe Hauses gestreamt und sind anschließend dort abrufbar.

Termine: 11. März, 22. April, 13. Mai, 10. Juni, 8. Juli, 9. September, 14. Oktober und 11. November 2022 jeweils ab 18 Uhr.