Furnishing

Tailor-made

Mies’s architectural studio conceived the Lemke Haus’s original furnishings. Mies van der Rohe designed the pieces together with Lilly Reich, his colleague and companion at the time. The study and the bedroom were exclusively furnished with their designs. The living room, however, included older pieces the Lemke’s had brought with them. Mies and Reich outfitted the house entirely with wooden furniture and not with the Mies designed steel tube furniture as suggested in historical photographs by the Thonet company from 1933. A single type of wood was used in each room: satinwood was chosen for the wall-sized closet and double bed in the bedroom while the writing desk ensemble, the book shelves, and a square table in the study were made of Macassar ebony. Additionally, some of the furnishings were upholstered with yellow pigskin parchment, including the double bed, the desk chair, the men’s arm chair, and a sitting stool. The furniture from the Lemke estate is on view at the Kunstgewerbemuseum (Museum of Decorative Arts) in Berlin.

 

Maßkonfektion

Die ursprüngliche Möblierung des Hauses nahm Mies’ Architekturbüro vor. Sowohl Mies van der Rohe als auch seine damalige Lebensgefährtin und Arbeitskollegin Lilly Reich entwarfen die Möbel für das Haus Lemke. Das Arbeits- und das Schlafzimmer wurden vollständig mit ihren Entwürfen ausgestattet, während für das Wohnzimmer ältere Möbel aus Beständen des Ehepaars mit einbezogen wurden. Mies und Reich statteten das Wohnhaus nicht, wie historische Reklamefotografien der Firma Thonet von 1933 suggerieren, mit den Miesschen Stahlrohrmöbeln aus, sondern durchgehend mit Holzmöbeln. In jedem Raum kam eine andere Holzart zu Einsatz. Zitronenholz wurde für einen wandgroßen Kleiderschrank und das Doppelbett im Schlafzimmer ausgewählt. Aus Makassar-Ebenholz wurden die Schreibtischkombination, der Bücherschrank und ein quadratischer Tisch für das Arbeitszimmer gefertigt. Einige Möbel, wie das Doppelbett, der Schreibtischstuhl, der Herrensessel und die Sitzhocker, wurden zudem mit gelbem Schweinslederpergament bezogen. Die Möbel aus dem Nachlass Lemke lassen sich heute in der Sammlung des Kunstgewerbemuseums in Berlin besichtigen.