Bewegung als Traum

AVANTI-AVANTI-100

13.10.-22.12.2019

Eröffnung Sonntag 13.10., 14 - 17 Uhr

IIya und Emilia Kabakov (1933/1945) USA, Heike Mutter und Ulrich Genth (1959/1971) D, Sergei Tchoban (1962) D

In den 1920er Jahren war die Welt in Bewegung. Autos ersetzten Pferdekutschen, der Tonfilm löste den Stummfilm ab, Druckmaschinen rotierten im Rhythmus (Karl Lemke), Bahnbrücken durchkreuzten die pulsierenden Städte, der Ausdruckstanz sollte Körper, Seele und Geist befreien. Der moderne Mensch suchte den Takt seiner Zeit. Und Architekten wie Mies van der Rohe reagierten mit der Erfindung von im Grundriss offenen Räumen - für Licht, Luft und Bewegung. Moholy-Nagy gestaltete aus der Lichtbewegung den Licht-Raummodulator. Und seitdem? Der Wunschtraum von Bewegung hat sich erfüllt – doch scheint er immer mehr, anders als gedacht – virtuell.

Für die Ausstellung BEWEGUNG ALS TRAUM führt das Künstlerpaar Ilya und Emilia Kabakov den freien Geist durch abstrakte und mystische Räume. Das Hamburger Künstlerduo, Heike Mutter und Ulrich Genth, bringt uns anhand einer Turnstange als Raumelement und choreografierten Körperbewegungen den zeitgenössischen Körperkult nahe. In einer wandfüllenden Kohlezeichnung thematisiert Sergei Tchoban, wie in einem utopischen Traum, fließende Glasräume.