[englisch]

Öffnung zur Natur:

Das Büro des Staudenzüchters Karl Foerster in Potsdam-Bornim übernahm die Planung des Gartens von Haus Lemke. Foersters Büropartnerin Herta Hammerbacher gestaltete den Garten unter Berücksichtigung bereits vorhandener Pflanzbestände und baulicher Anlagen aus den Vorgängergärten. Die prinzipielle Gliederung des Grundstückes und der Außenanlagen geht jedoch auf das Miessche Entwurfskonzept zurück. Der Garten Lemke stellt eine Übergangszone zwischen Haus und Parklandschaft am Obersee dar, indem das Gestaltungskonzept auf die Form des Hauses reagiert und zurückhaltend in die Umgebungslandschaft überleitet. Der ebenerdige Übergang vom Innenraum in den Garten über eine sich stufenlos anschließende Wohnterrasse und eine locker bepflanzte Rasenfläche rückt das Innere des Hauses, stärker als bei früheren Projekten von Mies an die Landschaft heran. Haus und Garten ergänzen sich gegenseitig. Besondere Akzente, die das Zusammenspiel von Innen- und Außenraum unterstreichen, werden bewusst eingesetzt. Dazu gehört der das Zentrum des Gebäudes markierende Walnussbaum auf der Wohnterrasse oder die Hainbuchenhecke, die als verlängerte Hauswand das Innen mit dem Außen verzahnt.

026_dergarten

Blick vom Garten auf das Haus, um 1933
Foto: Paul Schulz